Sonntag, 8. Januar 2012

Namaste Nepal

Ich sitze an einem verregneten, trüben Sonntag in meiner Wohnung in Zürich. Bin noch in der Zwischenwelt - nicht mehr in den Ferien im fernen Nepal, noch nicht in der realen Arbeitswelt in Zürich. Schon frage ich mich, ob ich das alles vielleicht nur geträumt habe. ... wären da nicht all die Fotos, der Blog und natürlich die zahlreichen Mitbringsel und schönen und lustigen Erinnerungen.

Gleich werde ich auf 3SAT die Sendung "Nepal - Empore der Götter" ansehen und sicherlich kaum glauben, dass ich in diesem Land zu Besuch war.

Ich grüsse alle Mitreisenden und natürlich den unterhaltsamsten aller Reiseleiter und wünsche allen viele weitere wunderbare Reisen.

Aus dem CD-Player erklingt Om Mani Padme Hum ...


Samstag, 7. Januar 2012

Königsstadt Patan und die Ritter der Kaminrunde

Mount Everest im Dunkeln

Der Wecker wieder mal um 5:30 Uhr. Parat sein um 6 Uhr. Das Ereignis: Abfahrt zum Flughafen, um mit Buddha Air zum Mount Everest zu fliegen. Elf von insgesamt vierzehn Teilnehmern zieht's zum Berg. Um 6 Uhr die Information, dass der Start verschoben wird. Unsichere Wetter- und/oder Sichtverhältnisse. Gut, dass wir noch im Frühstücksraum des Hotels sitzen und nicht am Flughafen. Denn der Start verzögert sich weiter. Um 6:30 Uhr wird auf 7 Uhr und um 7 Uhr auf 8 Uhr geschoben. Dann leider die Flugabsage. Zu schlecht die Sicht. Schade, aber wohl Schicksal so. Wir frühstücken ein weiteres Mal und sind dann wenigstens für den Tag gestärkt.

Einzig Tina wird am nächsten Morgen nochmals versuchen, den Berg der Berge zu sehen. Doch auch dann starten die Flieger nicht. Hat wohl nicht sollen sein. Zum Trost für uns alle ein Foto von Wikipedia vom Gipfel der Welt: 8846 Meter hoch, Blick vom Basislager, aufgenommen gestern während Pong's Revenge beim Rumdoodeln.

Königsstadt Patan in der Sonne

Keine Trübsal blasen, sondern ab zur Besichtigung der letzten der drei Königsstädte: Patan, nur durch den Bagmati-Fluss von Kathmandu getrennt und somit dessen Zwillingsstadt. Gleichzeitig zweitgrösste Stadt des Kathmandu Valley. Patan ist Sitz von Botschaften, Verwaltungen, Hilfsorganisationen und natürlich von Expats.

Geschichte oder Legende, dass die Stadt vom berühmten indischen König und Verbreiter des Buddhismus, Ashoka, gegründet wurde. Das erklärt zumindest die Vielzahl an buddhistischen Tempeln in Patan. Wie die beiden anderen Königsstädte so hat auch Patan seinen Durbar Square, den "Platz des Königshofes", von mir auf zahlreichen Fotos verewigt. Wir gehen ins Patan Museum, superschön, das im Palastbereich liegt. Werbeslogan: "The Museum behind the Golden Door". Leider hab ich vor lauter Klickklicken ziemlich den Überblick verloren, was ich eigentlich fotografiert hab. Aber egal. Mittagessen wieder mal bei herrlichem Sonnenschein in einem Restaurant mit Dachterrasse und freiem Blick auf Tempel, Paläste und geschäftiges, buntes Treiben unter uns.

Vorbei an weiteren hinduistischen und buddhistischen Heiligtümern begeben wir uns allmählich zum Bus. Nicht ohne allerdings ein letztes Souvenir zu erstehen: Während vor seinem Laden die buddhistischen Lieder erklingen, demonstriert drinnen der Klangschalenmeister seine Handwerkskunst. Er füllt eine grosse Klangschale mit Wasser, fährt den Stab die Schale entlang und schlägt sie: Der wunderbare Ton bringt das Wasser zum Sprudeln. Gleiches soll auch im menschlichen Körper vor sich gehen - was vor allem bei Kopfschmerzen helfen soll. Helmi probiert's aus, die Kopfschmerzen bleiben. Ich jedenfalls bin stolz wie Oskar über meine Klangschale aus acht verschiedenen Metallen.

Nepalesische Küche im Blitzlichtgewitter

Letztes gemeinsames Abendessen festlich im Krishnarparn, das zum Dwarika's gehört. Schuhe ausziehen und auf einen Mini-Stuhl hocken. Beine im Schneider- oder Lotussitz anwinkeln. Oder auch lang ausgestreckt unter dem Tisch ausfahren. Wunderschön gedeckt, personalisierte Menukarte. Wir schreiben den 20 Poush 2068 im nepalesischen Kalender. Die bildhübschen Kellnerinnen binden uns eine Schürze um und legen noch eine Serviette auf. Wir essen insgesamt neun (!) Gänge. Die Unterhaltung dreht sich um nepalesische Küche und deutsche Mengenlehre. Sehr lecker das Essen. Es werden viele Klickklicks gemacht, selbst echte Team T's mit kleinen Kameras.

Harter Kern bei Kaminfeuer

... bis der Abend dann für die Mitglieder des harten Kerns wie üblich bei Cocktails, Bier und Rotwein vor dem Kamin ausklingt.




















Von Kalis Blut zu Pongs Rache

Nachtrag zum Kalitempeltag:

Benzinmangel

Immer noch Benzin-Notstand in Nepal. Immer noch hat Nepal scheinbar die Rechnung nicht an Indien bezahlt. In unserem Hotel werden die Warmwasser- und Heizungszeiten reduziert. Nach wie vor sehen wir ellenlange Motorrad-, LKW-/Bus- und PKW-Schlangen vor den Tankstellen. Nicht lustig.

Busfahrt

Und dann sind auch wir vom Benzinmangel betroffen. Nicht direkt zwar, aber sehr indirekt. Wir bleiben nämlich am Berg hoch zum Kalitempel stecken. Nicht weil wir kein Diesel mehr haben - oh nein, unsere 40 Liter scheinen ewig zu halten. Aber vor uns auf der Strasse steht plötzlich ein Bus. Und davor noch einer. Und keiner regt sich. Also unsere Führungsmannschaft erst mal raus, um mit den Leuten von Bus 1 zu diskutieren. Deren Busfahrer jedenfalls ist verschollen. Auf Benzinsuche? Da dem Bus das Diesel mitten auf der Strasse ausgegangen ist, scheint nun kein Vorbeikommen möglich. Und doch: Unsere Leute managen das Ganze, alle legen Hand an und schieben den Bus zur Seite. Ein Hindernis ist somit mal beseitigt.

Was mit dem zweiten Bus dahinter los ist? Nicht klar. Und Wegschieben geht auch nicht. Aber unser Busfahrer-Held Ram hat sein Fahrzeug wieder mal sensationell im Griff. Noch dazu wird er sicher gelotst, um rechts am Bus vorbeizukommen, ohne uns in den Graben zu setzen.

Bus fahren in Nepal bleibt spannend.

Buddhistischer Tempel

Nach der blutrünstigen Kali dann noch ein Kurzbesuch in einem buddhistischen Tempel. Auch hier ein Foto des Dalai Lama im Tempelinneren. Tibetische Pilger kommen an, um zu beten. Ein Mönch lässt sich mit mir fotografieren. Ruhig und friedlich ist's hier. Aus hinduistischer Sicht ist Buddha übrigens eine Inkarnation Vishnus. Beide Religionen leben deshalb friedlich zusammen.

Pong's Rache in der Rum-Doodle-Bar

Wer sich an wem gerächt hat ist Ansichtssache. Jedenfalls sind nach weniger als 15 Minuten alle hackedicht. Vielleicht nicht ganz alle ...; also einige jedenfalls ...; zumindest der eine oder die andere ...; ich selbst: ganz sicher! Denn Pong's Rache besteht zu einem Fünftel aus Rum. Dazu kommt ein Fünftel Brandy. Noch ein Fünftel Wodka. Und ein Fünftel Tequila. Das letzte Fünftel Saft spielt dann keine tragende Rolle mehr.

Frank hat zum vorgezogenen Abschiedscocktail Pong's Revenge für alle mixen lassen. Entsprechend feuchtfröhlich geht's zu in der legendären Bergsteigerbar mit Yeti-Füssen über uns und Sir Edmund Hillarys Autogramm im Glaskasten hinter uns. Nein, unseren eigenen Yeti-Fuss dürfen wir leider nicht hinterlassen im Rum Doodle - trotz der hammerharten Tour, die mit einem Viertel Liter Pong's Rache in der Birne gefühlt bis mindestens zum Everest Base Camp gegangen ist.

Da ist die gemütliche Taxifahrt durchs romantisch beleuchtete Kathmandu ins Hotel zurück ein reiner Klacks. Nur gut, dass die Sinne noch soweit intakt sind, um die zahlreichen Souvenirkäufe des Tages allesamt heil ins Dwarika's zu überführen. Und dann erst mal unter die Dusche und sich freuen, dass gerade Warmwasserzeit ist.


Dienstag, 3. Januar 2012

Dashim-Kali-Tempel

Das Ende meines Ziegenlebens

Mein Name ist Ralik, und ich bin ein weisser Ziegenbock mit schwarzem Kopf und schwarzen Hufen. Schöner für mein Herrchen wäre es, wenn ich ganz schwarz wäre, aber das ist nun mal nicht so. Mir persönlich ist es sowieso egal, denn heute ist mein letzter Tag gekommen.

Herrchen hat sich zurecht gemacht für die Fahrt zum Opfertempel der blutrünstigen, mega-potenten Göttin Kali. Das ist genau wieder diese Göttin, eigentlich mit Namen Parvati und relativ friedlich mit Shiva verheiratet, die sich in die blutrünstige Kali verwandelt, als Shiva ihr nicht das gewährt, was sie fordert. ... aber das ist eine andere Geschichte, die Euch keiner so gut erzählen kann wie dieser Reiseleiter dort hinten mit seiner deutschen Truppe.

Als erstes, als wir auf den mit Läden gesäumten Weg zum Tempel abbiegen, sehe und höre ich meine Kollegen, die Hühner, lauthals im Käfig gackern. Auch sie wissen, warum sie hier sind! Herrchen lässt sie aber rechts liegen, er hat ja mich dabei - schön für die Hühner. Schlecht für mich.

Dann passieren wir all die Blumengirlanden-, Gewürz- und Farbenverkäuferinnen. Herrchen kauft eine orange Girlande und hängt sie sich um den Hals. Ich kriege natürlich nichts ab. Zusätzlich ersteht er die harmlosen, d.h. blutunabhängigen Opfergaben für diese schreckliche Kali: Zucker, Bänder, Koskosnuss(milch). Kennen wir ja. Aber dass auf den Räucherstäbchen auch noch ihr Mann Shiva abgebildet sein muss? Man erkennt ihn dran, dass ihm die Mondsichel in den wirren Haaren steckt. Shiva-Räucherstäbchen also, wie eine göttliche Werbemarke. Aber es soll mir egal sein, ich muss weder Menschen noch Götter verstehen.

Nun ist der Tempel bereits in Sichtweite. Mein Herz klopft schneller, denn schon kann ich mit meiner feinen Nase all das Blut von meinen Artgenossen und Freunden riechen. Ein ziemlicher Trubel herrscht hier. Es ist kalt und nass. Trotzdem sitzen die Priester, die Brahmanen, auf dem Steinboden und warten auf die Gläubigen.

Die Touris aus Deutschland haben Glück und können die Schuhe anlassen, während sie in den offenen Tempelinnenraum glotzen. Wie immer sind sie schwer bewaffnet mit diesen grossen oder kleinen, dunklen Geräten in der Hand, vor der Brust oder vor den Augen. Ich weiss nur zu gut, worauf sie warten.

Mein Herrchen verweilt erst eine ganze Weile vor dem Tempelraum. Das gibt mir auch ein bisschen Zeit, mich auf die Situation einzustellen. Dann zieht er seine Schuhe aus, zündet eine Butterkerze an, und wir gehen in den eigentlichen Tempelbereich.

Gedränge herrscht, und Herrchen zerrt mich erst mal nach nebenan zum Waschen bzw. um mich mit heiligem Wasser zu bespritzen. Na, wenigstens eine nette Geste für mich an diesem, meinem letzten Tag. Dann unterhalte ich mich ein wenig mit dem kleinen Mädchen, das wie alle Hindus die Schuhe ausziehen musste und nun friert, während sie auf einer Packung von diesen Shiva-Räucherstäbchen steht.

Herrchen kommt nun mit mir an der Leine zum Schrein der Göttin und betet sie an. Ich mag sie gar nicht ansehen. Ich rieche nur noch Blut. Denn links vom Schrein ist die Schlachtbank. Gerade hat der Profi-Schlächter einem Huhn den Hals durchgeschnitten, das Blutopfer ist vollbracht. Anschliessend mag es ein festliches Curry mit Huhn geben. Ach Mann, weshalb ist Kali bloss so blutrünstig? Ich weiss, dass es schnell gehen wird. Und dass mein Blut irgendwie heilig sein wird. Aber warum gerade ich? Ich sehe den Schlächter. Das Messer blitzt. Ich schliesse die Augen.

Klickklick. Klickklick.

















Montag, 2. Januar 2012

Vom Vishnuheiligtum in die Königsstadt Bhaktapur

Vishnus Garuda und Utes Maske

Wir verlassen Dhulikel in Richtung Changu, um den ältesten Tempel des Kathmandu-Valley anzusehen, den Changu Narayan, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Dort angekommen, geht's zu Fuss eine Gasse hoch zum Tempel. Vorbei als erstes an dem Dorfbrunnen, wo wie überall in Nepal die Frauen im Freien, bei kühlem Wetter und mit kaltem Wasser ihre Wäsche waschen. Vorbei auch an diversen Souvenirläden ... unter andem an Geschäften mit kleinen, mittleren, grossen und riesigen Masken. Doch zunächst passieren wir diese Shops.

Die Tempelanlage ist ein bedeutendes Vishnu-Heiligtum. Deshalb ist Gott Vishnu natürlich auch auf zahlreichen Steinstatuen zu sehen ... die wohl wichtigste ist die, wo er auf dem Garuda reitet (Foto). Der Garuda ist ein mystisches Fabelwesen, halb Mensch, halb Adler und eben Vishnus Reittier. Wenn man den Garuda sieht, muss es klingeln: Bingo, dann geht's immer um Gott Vishnu, den Erhalter des Universums! Auf dem andern Foto abgebildet ist übrigens das Chakra - eine Art Scheibe oder Diskus - einer der Gegenstände, die Vishnu üblicherweise in den Händen hält. Und auch noch ein Shiva-Lingam, das natürlich auch hier nicht fehlen darf. Leichte Lernerfolge also zum Thema Hinduismus.

Während ich mich mit Steinelefanten amüsiere, kämpft Wolfgang mit seiner Klickklick gegen blutrünstige Welpen an. Bis dann der Moment kommt, wo Ute ihre Drohung wahr macht und eine "grosse Maske" für ihr Haus ersteht. Erst im Lauf der nächsten Stunden und Tage und im Hinblick auf die Transportfrage wird ihr klar werden, dass sie keine grosse, sondern eine gigantische Maske erstanden hat. Wir freuen uns mit ihr.

Und weiter geht's in die Königsstadt Bhaktapur.

Entspanntes Bhaktapur

Kathmandu, Patan und Bhaktapur sind die drei nepalesischen Königsstädte. Bhaktapur liegt an der alten Handelsstrasse nach Tibet und bietet Tempel, Paläste, Holzschnitzereien ... alles echt alt. Eine wunderbare historische Altstadt, in der man sich sofort wohl fühlt. Denn irgendwas feht hier wundersamerweise ... kein Hupen, kein Drängeln ... Autos müssen nämlich draussenbleiben. Siehe an, es geht doch!

Wir essen hoch oben in einem Restaurant am Taumadhi Square mit Blick auf den mit 30 Metern höchsten Tempel des Kathmandu Valley, den Nyatapola bzw. "Tempel mit den fünf Dächern" (Foto).

Eine so schöne Stadt, dieses Bhaktapur. Vor allem als nach dem Mittagessen auch noch die Sonne sich zeigt. Wir bestaunen Durbar Square mit Royal Palace und Goldenem Tor und schlendern durch die Altstadt zum Platz der Töpfer, denn für seine Töpfereikunst ist Bhaktapur berühmt. Ein Kaffee in der Sonne beendet einen entspannten Stadtrundgang.

Heim ins Dwarika's

Und heim geht's zu unserem letzten Hotelstopp - ins heissgeliebte Dwarika's in Kathmandu, wo wir ja bereits die ersten Nächte verbracht haben. Erste Abschiedsstimmung macht sich breit. Gemischt mit einer leichten Husten- und Erkältungsstimmung, denn der Smog, der Flug einiger im luftigen Ultra-Leicht-Flugzeug und der einfache Heizstandard in der Lodge haben das ein oder andere Abwehrsysteme überfordert. Im Dwarika's erwarten uns traumhaft schöne, grosszügige und kuschelig warme Zimmer mit beleuchteten Steinelefanten in der Nische - unsere Wohlfühl-Oase im hektischen Kathmandu.

















Opfergaben am Neujahrstag

Kali ist die blutrünstige, enorm starke Erscheinungsform der Göttin Parvati, Shivas Frau. Und ihr huldigt man mit Tierblut. Wir stehen vor einem ihrer Tempel, dem Bhagwati-Tempel von Palanchowk.

Vor dem Tempel haben Händler all die für einen Hindu notwendigen Opfergaben ausgebreitet. Üblich ist ein Körbchen mit einer Kokosnuss, Blumen, Bändern, Räucherstäbchen und Zucker. Damit betreten die Gläubigen den Tempel und huldigen der vielarmigen Göttin. Und im Tempelinnenraum sind rundum Glocken angebracht und eine Ecke für die Öllampen und Räucherstäbchen. In den Nischen stehen blutverschmierte und blumengeschmückte Ganeshas, Shivas und bestimmt auch andere Götter. Nicht zu vergessen natürlich ein geschmücktes Shiva-Lingam.

Unser anschliessender Spaziergang beginnt mit einem Stopp bei einer Reiskringel-Bäckerin. Vorbei an weiteren appetitlich aussehenden Speisen geht's dann weiter durch ein typisches Dorf des Newari-Volks. Wunderhübsche Holzschnitzereinen an Türen, Fenstern und Dächern. Wir haben Geleitschutz erhalten von fünf Hunden, die nicht von unserer Seite weichen. Und auch sonst muss man achtgeben, wohin man tritt, denn vor fast jedem Haus ist vor der Eingangstür ein Mini-Shiva-Lingam gebaut. Besser, da nicht draufzutreten.

Das Wetter heute ist leider bewölkt, so dass das Himalaya-Panorama im Hintergrund all der wunderschönen Terrassen unsichtbar bleibt. Dafür gibt's noch ein kleines Abenteur mit dem Kleinbus, in dem wir heute unterwegs sind - die Nebengeräusche werden lauter und lauter, bis wir anhalten und aussteigen müssen. Weiterfahrt unmöglich. Zum Glück sind wir nicht weit von der Lodge entfernt, und unser wunderbarer Busfahrer, der eigentlich frei gehabt hätte, gabelt die Gestrandeten im grossen Reisebus auf.

Am Nachmittag ist frei oder ein Ausflug in ein Dorf. Ich muss passen. Schlafdefizit. Lege mich um 14.15 Uhr ins Bett und wache um 18.20 Uhr wieder auf. Beim Abendessen gibt der Restaurant-Manager das erste Getränk aus. Kleine Wiedergutmachung für den Silvesterabend ...